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Wie funktioniert CO2 Kompensation?

Jeder Mensch hinterlässt einen CO 2- Fußabdruck. Durchschnittlich beträgt der CO2 Ausstoß in Deutschland ca. elf Millionen Tonnen pro Jahr. Diese enorme Menge an Treibhausgasen muss aber nicht sein und kann von jedem von uns reduziert werden. Beispielsweise in dem wir weniger fliegen oder weniger tierische Produkte essen.

CO2 Kompensation CR 1850

Wie kann die Kompensation also konkret von jedem einzelnen Verbraucher reduziert werden?

Zuerst einmal gilt die Devise: Bevor Emissionen überhaupt kompensiert werden sollen, ist deren Vermeidung und Reduktion vorrangig. Den individuellen Fußabdruck gilt es, so niedrig wie möglich zu halten.

Dennoch folgt die CO2- Kompensation einem einfachen Prinzip: Lange und intensive Reisen, wie beispielsweise Flüge und lange Fahrten, aber auch unnötige Kurzstrecken mit dem Auto vermeiden. Leider lässt sich die Nutzung dieser Verkehrsmittel in der heutigen Zeit kaum noch meiden.

Man kann die Verletzung, die unsere Natur dadurch erfährt aber mit freiwilligen Ausgleichszahlungen kompensieren. Neben vielen kleineren Anbietern von Kompensationsprogrammen, gibt es auch unzählige Anbieter großer Firmen. Hierunter fallen z.B. Shell, KLM, Lufthansa oder die Air France. Diese Anbieter haben jeweils Ihre eigenen Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt aufgestellt, bei denen man sich finanziell beteiligen kann.

Durch die Finanzierung mit den Geldern wird z.B. die Wiederaufforstung der Wälder in den Fokus des Handelns gestellt. Weiterhin setzen aber viele Anbieter bzw. Firmen auf den Umstieg auf erneuerbare Energien. Der Strom wird dann entweder selbst, z.B. durch Solarpanels oder durch externe Stromerzeuger mit erneuerbaren Energien bezogen.

Zudem setzen die Anbieter der Klimaschutzprojekte auf ein komplettes Umdenken in der Energienutzung, sprich die Energieeffizienz im eigenen Unternehmen soll drastisch reduziert werden.

Letztendlich macht unsere Umwelt keinen Unterschied darüber, wo die Treibhausgase entstehen, sondern eher wie und in welcher Menge. Genau diesen Fragestellungen soll auf den Grund gegangen werden und die Problemstellen systematisch verbessert werden.

Was kostet die CO2 – Kompensation?

Die Berechnung der Einsparung von CO2 lässt sich relativ leicht berechnen.

Man möchte z.B. eine Flugreise von Hamburg nach Frankfurt kompensieren, dann wären das 462km. Auf der Website der Lufthansa kann man dann ausrechnen, dass der CO2 Fußabdruck eines einzelnen Fluggastes ca. 81 kg CO2 beträgt.

Als Fluggast hat man dann die Möglichkeit schon bei der Buchung den Fußabdruck zu kompensieren. Hier hat man dann zwei Möglichkeiten zur Wahl. Entweder wird das Geld für die Investition in SAF- Sustainable Aviation Fuel (einer Alternative zu fossilem Brennstoff), die den CO2 Ausstoß bis zu 80% reduzieren kann verwendet. Zum Vergleich: Der Bioethanol Kraftstoff E10 hat lediglich eine Einsparung bis zu 35% CO2, was aber dennoch ein guter Wert ist. Durch die Ausgleichszahlung kann die Airline den weitaus teureren Kraftstoff finanzieren. Alternativ kann der gespendete Beitrag für die Waldaufforstung investiert werden, welcher als effektivster Weg im Kampf gegen den Klimawandel gilt.

Auf Wunsch kann der Fluggast den Betrag aufsplitten und prozentual nach Belieben aufteilen und bezahlen: Wenn man beispielweise die Standard- Aufteilung wählt, dann werden 80% in die Wiederaufforstung der Wälder investiert und 20% in SAF. In diesem Fall kostet die C02 Einsparung einmalig 9,47€ für den Fluggast.

Je mehr man in den SAF Anteil investiert, z.B. 50% wird der Gesamtbetrag teurer. In diesem Fall läge der Gesamtbetrag bei einer 50 zu 50 Verteilung bei 20,97€.

Die anderen Anbieter wie z.B. Atmosfair, bieten zwar ähnliche Klimaschutzprogramme an, bieten aber deutlich mehr Auswahl in der Art der Kompensation an.  

Gut zu wissen: Der freiwillige Beitrag zur CO2 Kompensation kann steuerlich abgesetzt werden, ebenso eine Spende.

Zusätzliche CO2 Kompensationsmaßnahmen durch die IATA

Die IATA (International Air Transport Association) ist eine Internationale Luftverkehrs-Vereinigung hat zu den Schutzprogrammen eine Reihe weiterer Ziele zur Reduktion von CO2- Emissionen im gesamten Luftverkehr definiert. Hierunter fallen z.B.:

  • Die Reduzierung der CO2-Emissionen des Luftverkehrs um 50 % bis 2050 (gegenüber 2005)
  • Die Begrenzung der Netto-CO2 Emissionen des Luftverkehrs ab 2020
  • Durchschnittliche Verbesserung der Kraftstoffeffizienz um 1,5%

Bis die genannten Ziele erreicht werden können, wird aber noch eine gewisse Zeit vergehen. Die Ziele sollen durch die IATA z.B. durch den Einsatz verbesserter Antriebstechnologien, sowie den Einsatz des deutlich emissionsarmeren Kraftstoffes einsetzen. Zudem sollen die Flugbetriebe deutlich effizienter gestaltet werden. Auch soll die komplette Infrastruktur beispielweise im Flughafenbetrieb deutlich reibungsloser und schneller abgewickelt werden, um die Maschinennutzungszeiten zu reduzieren. Die Ziele sollen dann letztendlich global umgesetzt werden.

Nutzen der CO2 Kompensation

Mit Hilfe der Klimakompensationsprogrammen der zahlreichen Anbieter, kann man zumindest einen kleinen Beitrag leisten, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu minimieren. Allein durch das Anbieten der Schutzprogramme kann das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit eine Steigerung des öffentlichen Bewusstseins steigern. Und das bei jedem einzelnen. Mit diesem Bewusstsein, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, lernen viele Menschen aber auch besser und vor allem selbstverständlicher mit dem Thema umzugehen.

Die Einsparung von CO2 kann aber auch jeder selbst in die Hände nehmen und einen Beitrag zu einer saubereren Umwelt leisten und das nachhaltig. Es sind die kleinen Dinge die am Ende, vor allem auf die Menge gesehen, einen großen Unterscheid machen können.





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